10.09.2014 - Funktionsanbau am Theaterhaus Jena eingeweiht


Der Thüringer Kultusminster Matschie, Marcel Klett, Geschäftsführer des Theaterhauses Jena und der Thüringer Bauminister Carius im Gespräch. (Bild: Barbara Glasser)

Anbau eines Funktionsgebäudes mit Werkstätten, Sozialräumen und Probebühne

Das Theaterhaus hatte sich 1991 in den verbliebenen Resten – dem Bühnenhaus - des Jenaer Stadttheaters eingerichtet und sich in den Jahren zu einem in der Theaterlandschaft anerkannten experimentierfreudigen Theater entwickelt. Das verbliebene Bühnenhaus wurde zur Spielstätte umgenutzt und schrittweise saniert. Markant und stadtbildprägend gibt es dem Areal am Engelplatz sein besonderes Bild. Da auf allen verfügbaren Flächen Theater gespielt wird – Hauptbühne, Seitenbühne, Unterbühne und im ehemaligen Malsaal, war die Fläche, die für Werkstätten und Lagerflächen verblieb, sehr gering. Es ist schon fast in Vergessenheit geraten: die auf dem Hof befindliche Garagen wurden als Lager und Werkstätten genutzt und eine alte Sporthalle in Winzerla als Probebühne und Außenlager.

Zhalreiche Gäste nahmen an der Einweihungsfeier auf der neuen Probebühne Teil. (Bild: Barbara Glasser)

Funktionsanbau seit 20 Jahren dringend benötigt

Seit 1994 gab es Überlegungen zu einem Funktionsanbau mit Lagerflächen, Werkstätten und einer Probebühne. Um das Niveau der Aufführungen des Theaterhauses zu sichern und die Arbeitsbedingungen für das künstlerische und technische Personal zu verbessern, wurde 2011 die Planung für den Funktionsanbau wieder aufgenommen. Neben Lagerflächen und Werkstätten sollten entsprechende Probemöglichkeiten geschaffen werden. Es gelang gemeinsam mit Stadtrat, Stadtverwaltung, Jenakultur und vor allem den Fördermittelgebern die Finanzierung zu sichern. Im März 2012 wurden die Fördermittel für den Funktionsanbau bewilligt, die sich aus einer Förderung mit Städtebaufördermitteln des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung und des Thüringer Ministeriums für Bau, Landesentwicklung und Verkehr und Fördermitteln des Thüringer Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur zusammensetzen. Mit der Umsetzung der Baumaßnahme wurde der Kommunale Eigenbetrieb Kommunale Immobilien Jena beauftragt. Im Gebäude werden folgende Funktionen untergebracht: - Lagerräume - Haustechnikräume - Sozialräume, Garderoben und Toilettenanlagen - Werkstätten (Holz und Metall, Schneiderei etc.) - Büroräume und eine 160m² große Probebühne

Der Innenhog zwischen alten Haus und neuem Funktionsgebäude (Bild: Barbara Glasser)

Fördermittel haben den Bau ermöglicht

Zur Zeit finden im Bühnenhaus noch Arbeiten statt. Frei werdende Büroflächen werden u.a. zur Erweiterung des Tonstudios genutzt. Der vorhandene Bestand an Ausstattung war stark überaltert und zum Teil improvisiert. Im Rahmen dieses Bauvorhabens kann auch ein Teil der Ausstattung erneuert bzw. ergänzt werden. Das betrifft die Ausstattung der Lager und Werkstätten mit Maschinen,Geräten sowie Lagerausstattung aber auch die Ergänzung der Bühnen- und Veranstaltungstechnik, u.a. mit Netzwerktechnik für die Bereiche Audio, Video und Ton, mit einer erweiterten Inspizientenanlage und EDV-Ausstattung. Durch KIJ kann dem Theaterhaus ein Funktionsanbau einschließlich moderner Ausstattung zur Nutzung übergeben werden. Die Gesamtbaukosten in Höhe von ca. 3.800.000 € werden mit 2.400.000 € Städtebaufördermitteln und 600.000 € Fördermitteln des TMBWK gefördert. Der Bauherrenanteil und der Mitleistungsanteil werden von KIJ getragen. Die Ausstattung in Höhe von ca. 650.000 € wird mit 587.820,00 € Fördermitteln des Thüringer Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur unterstützt. Über einen Zeitraum von 2 Jahren ist in enger Zusammenarbeit zwischen KIJ und dem Theaterhaus mit allen beteilgten Planern und ausführenden Firmen Beteiligte: Neben KIJ und Theaterhaus: - Planer: 14 - ausführende Firmen: 46 (ohne Subunternehmer) - Ausstattungsfirmen: 21 (bisher) - Genehmigungsbehörden: 16