Denkmalobjekt "Volksbad Jena"

Knebelstraße 10
Sanierung und Umnutzung

(Bild: Stadtmuseum Jena)

Historie

Das Volksbad Jena wurde 1907-1908 durch den Architekten Prof. Wilhelm Werdelmann im Auftrag des Volksbad-Vereins errichtet und in den Jahren 1986/87 rekonstruiert. Bis zur Schließung im Jahre 2001 wurde das Gebäude als Badestätte und Sauna genutzt. Der Stadtrat beschloss im Jahre 2004 die Umnutzung des Volksbades zu einem Zentrum für Kultur und Bildung.

(Bild: Michael Miltzow)

Neue Nutzungen

Das Denkmalgebäude wird nun als Kultur- und Bildungszentrum verschiedenartig genutzt. Neben dem multifunktionalen Veranstaltungsbereich wurden moderne Büroflächen für JenaKultur, Depoträume für das Stadtmuseum und die Archäologie eingerichtet. Im Gebäudeanbau wurden zudem Seminarräume und ein Zeichensaal für die Volkshochschule geschaffen.

Stand: 09/2007

Umfassende Baumaßnahmen

Umfassende Baumaßnahmen waren notwendig, um die Badeanstalt als multifunktionale Veranstaltungs- stätte zu nutzen. So wurde u.a. das Schwimmbecken mit einer Stahlbetondecke abgedeckt, ein Catering- bereich eingerichtet und modernste Veranstaltungs- technik installiert. Weitere Flächen des Gebäudes wurden mit entsprechender Bürotechnik ausgestattet.

Stand: 12/2007

Badehalle nun Veranstaltungshalle

Um herauszufinden, ob die Badehalle als Veran- staltungshalle umgenutzt werden kann, wurden in einer Testphase bereits ab 2004 regelmäßig Veranstaltungen in der Badehalle mit großem Erfolg durchgeführt. Nach der Sanierung können nun bis zu 700 Personen Events in einer besonderen Atmosphäre erleben.

(Bild: Michael Miltzow)

JenaKultur als Hauptmieter

Der städtische Eigenbetrieb JenaKultur hatte die bisherigen Verwaltungsstandorte Zwätzengasse 16 und das "Haus auf der Mauer" aufgegeben und tritt nunmehr als Hauptmieter des Volksbades auf. Die Veranstaltungshalle inkl. Barbetrieb und Catering übernimmt ebenfalls JenaKultur.

Bauzeit und Baukosten

Mit den Bauarbeiten wurde Ende 2005 begonnen. Der Bauumfang ist erheblich, da die Immobilie für andere Nutzungen ausgelegt werden musste. Der Großteil der Baukosten von etwa 5 Mio. EUR wurde gefördert. Alle baulichen Eingriffe wurden behutsam und mit Bedacht vorgenommen, um den Charme des historischen Gebäudes zu erhalten und zu unterstreichen.

Eckdaten

 
  • Baukosten: ca. 5.200.000 €
  • Planungsbeginn: April 2004
  • Baubeginn: Dezember 2005
  • Fertigstellung: November 2007


Projektleitung und Planung

 
  • Projektleitung: KIJ Dipl.-Ing. Asträa Joost
  • Architekt: Büro für Baukonstruktion, Karlsruhe
  • Bauüberwachung: Ing.Büro Müller, Jena
  • Statik/Brandschutz/Wärmeschutz: Ingenieurbüro W. Schröder, Jena
  • Haustechnik: air-consult GbR, Jena
  • Elektroplanung: Autotec GmbH, Jena
  • Veranstaltungstechnik: Ing.Büro Waschke, Schildow
  • Bühnentechnik: Ing.Gesellschaft Wibbeke und Penders mbH, Berlin
  • Raumakustik/Schallschutz: Ing.Gesellschaft für techn. Akustik (Ita), Weimar


Fassadenarbeiten 2010

Die historische Fassade wurde im Zeitraum Juli bis November 2010 grundhaft instandgesetzt. Da ein kompletter Neuverputz nicht notwendig war, erhielten die Putzflächen einen Neuanstrich, der den Orginalfarben sehr nahe kommt.