Jenaplan-Schule

Tatzendpromenade 9
Sanierungsarbeiten Dach und Fassade

Straßenansicht Straßenansicht (Bild: Michael Miltzow)

Ein Zeugnis des "Neuen Bauens"

Das Gebäude der heutigen Jenaplan-Schule entstand 1927-1929 nach Plänen des Stadtbaurats Walter Wackwitz. Es gehört zu den wenigen in dieser Zeit in Thüringen errichteten Schulen, die im Sinne des von den Ideen des Bauhauses geprägten „Neuen Bauens“ konzipiert wurden, auch wenn der Architekt aufgrund von ökonomischen, städteplanerischen und politischen Zwängen in der Gestaltung einige Kompromisse eingehen musste.

Fassadendetail Fassadendetail (Bild: Michael Miltzow)

Sanierung eines Kulturdenkmals

1996 wurde das Gebäude als Kulturdenkmal in das Denkmalbuch des Freistaates Thüringen aufgenommen. In den Jahrzehnten zuvor hatte es eine Reihe von Verlusten und Veränderungen erfahren. Eine Wiederannäherung an das ursprüngliche Erscheinungsbild gehört daher zu den Zielen der denkmalgerechten Sanierung.

Straßenblick Straßenblick (Bild: Michael Miltzow)

Schritt für Schritt

Die seit Anfang der 1990er Jahre schrittweise durchgeführten Arbeiten umfassten bisher die Neugestaltung einzelner Unterrichtsräume, die Komplettsanierung der Feier- und Sporthalle (1998), Brandschutzmaßnahmen (2003/2005), die Neugestaltung der Außenanlagen (2003-2008) sowie die Sanierung des Daches (2005) und der Fassaden (2006/2007). Als letzter Schritt folgt die Innensanierung mit Abschluss 2012.

Schulhof mit Spiellandschaft Schulhof mit Spiellandschaft (Bild: KIJ)

Außenanlagen

Die abschnittsweise Neugestaltung der Außenanlagen erfolgte nach einem gemeinsam mit Schülern, Lehrern und Eltern erarbeiteten Gesamtkonzept, das den differenzierten Bedürfnissen der verschiedenen Altersgruppen Rechnung trägt. Es entstanden neue Grünanlagen, Fahrradstellplätze, ein Bolzplatz, eine Spiellandschaft und eine für Theateraufführungen geeignete Sitzstufenanlage.

Straßenblick Straßenblick (Bild: Michael Miltzow)

Dach- und Fassadensanierung

Das sanierte Dach betont in seiner Einfachheit den geschlossenen harmonischen Gesamteindruck des Gebäudes. Die Neueindeckung erfolgte in Anlehnung an den originalen Bestand. Die Fassade entspricht nun weitgehend wieder dem Originalzustand. Der Sockel wurde überarbeitet, ebenso die Gesimse und Gewände. Der Außenputz, die Fenster und Türen sowie die Außentreppenanlagen wurden komplett erneuert.

Projektbeteiligte

Die Konzeption, Projektentwicklung und Projektsteuerung erfolgte durch KIJ. Zuständige Projektleiterin ist Sabine Haufe. Die Finanzierung erfolgte aus Eigenmitteln von KIJ, aus Mitteln der Beschäftigung schaffenden Infrastrukturförderung der Agentur für Arbeit (BSI) und der Gesellschaft für Arbeits- und Wirtschaftsförderung (GfAW). Beteiligte Planungsbüros: Planwerkstadt, Erfurt/ Planungsbüro Rau, Weimar (Außenanlagen), Ingenieurbüro Winkler, Jena (Bauüberwachung Dachsanierung), Architektur- und Planungsbüro Hennig, Jena (Fassadensanierung), Ingenieurbüro Gerhardt, Jena (Statik), Büro für Bauforschung Scherf-Bolze-Ludwig, Silbitz (Holzschutzgutachten)