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Wohngebiet Am Hausberg
Vielfalt vom freistehenden Einfamilienhaus bis zur Wohnanlage

Die Ausgangslage
Bereits 1927 hat die Stadt Jena für ein großes Gebiet am Hausberg einen Fluchtlinienplan aufgestellt, der 1939 geändert und 1991 in bundesdeutsches Recht überführt wurde. Seine Festsetzungen wurden allerdings jahrzehntelang nicht realisiert – bis über das Jahr 2010 hinaus dienten die meisten Flächen kleingärtnerischen Zwecken. Ab 2009 wurden für ein Areal zwischen Greifbergstraße und Hausbergstraße die Bebauungsplanfestsetzungen überarbeitet. Das Ergebnis ist der 2015 rechtkräftig gewordene Bebauungsplan „B-Wj 03.1 Hausbergviertel 1. Änderung“. Dabei befanden sich lediglich die Flächen nördlich des Höhenweges im Eigentum der Stadt Jena – erworben im Jahr 2010 durch einen Flächentausch mit der jenawohnen GmbH, die dadurch ihrerseits in den Besitz bebaubarer Flächen am Friedensberg kam (siehe Projekt „Wohnbauland Friedensberg/Forstweg“).
Das Projekt
Nach umfangreichen Erkundungen und Beprobungen ließen KIJ und KSJ – gemeinsam mit dem privaten Entwickler der südlich des Höhenweges gelegenen Flächen – ab 2015 die straßen- und medienmäßige Erschließung realisieren. Daran schloss sich für KIJ die katastermäßige Parzellierung sowie die Wertermittlung und Vermarktung von 24 Baugrundstücken an. Die durch die hangparallel geführten Straßen erschlossenen Grundstücke mit Größen zwischen 338 m² und 2.135 m² sollten für sehr unterschiedliche Wohnformen angeboten werden: vom freistehenden Einfamilienhaus über Doppel- und Reihenhäuser bis zur Miet- und Eigentumswohnungsanlage. Zwischen Oktober 2017 und April 2020 wurden für alle 24 Parzellen Kaufverträge beurkundet.
Das Ergebnis
Insgesamt wurden 21.230 m² Fläche veräußert und in der Zwischenzeit größtenteils bebaut. Nach Fertigstellung aller Wohngebäude auf den von KIJ veräußerten Flächen werden ca. 90 Wohnungen in unterschiedlichsten Segmenten entstanden sein.
Interessant
Fußwegeverbindungen mit aufwändigen Treppenanlagen binden das Neubaugebiet an die umgebenden Stadtstrukturen an. Durch die höhengestaffelte Bauweise genießen fast alle Wohnungen einen hervorragenden Blick ins Stadtzentrum. Um Beschädigungen der neu hergestellten Verkehrsflächen durch die privaten Hochbauarbeiten zu vermeiden, werden die straßenbegleitenden Gehwege sowie die finalen Deckschichten der beiden Straßen erst 2021 – nach Fertigstellung der meisten Wohngebäude – hergestellt. Die Geländeneigung sowie die geologische Situation („Gipsschlotten“) stellten auch die Bauherren vor einige Herausforderungen.